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1945, Luftfahrt- Geheimprojekt „Natter“

In der schon aussichtslosen Lage des Jahres 1944 suchte man in der deutschen Luftwaffe nach Lösungsansätzen zur Abwehr der übermächtigen britisch-US-amerikanischen Bomberflotten. Zum einen mangelte es an Piloten und Flugzeugen und zum anderen wurden unzerstörte Flugplätze bereits knapp. Daher forderte das Reichsluftfahrtministerium die deutsche Luftfahrtindustrie und Forschungseinrichtungen zur Entwicklung eines einfachen, in großen Stückzahlen lieferbaren „Verschleißjägers“ auf, der nach kurzer Einweisungszeit auch von Nicht-Piloten, oder Angehöreigen der Hitlerjugend geflogen werden konnte. Wichtigster Gesichtspunkt bei den Überlegungen war, dass das Flugzeug unter Sichtbedingungen in kurzer Zeit eine große Höhe erreichen sollte, um einfliegende Bomberverbände zu bekämpfen.

Im Sommer 1944 wurden die eingereichten Entwürfe ausgewertet. Neben etablierten Unternehmen wie Heinkel, Junkers, Messerschmitt und anderen befand sich auch der bis dahin wenig bekannte Erich Bachem. Nachdem die SS unter General Kammler die vollständige Entwicklung aller V-Waffen übernommen hatte, war für sie Erich Bachem zur Überraschung der übrigen Bewerber die erste Wahl. Zuletzt gelang es, neben Himmler auch Rüstungsminister Spreer  für Bachems Entwurf zu gewinnen.

Bachem sah als Aufgabe der Natter einen reinen Objektschutz in Form einer Art bemannter Rakete vor. Die Natter sollte in der Nähe wichtiger Industrieanlagen oder Städte in großer Zahl stationiert werden und erst beim Sichten von feindlichen Maschinen starten. Die Maschine, die den Charakter einer bemannten Flakrakete hatte, sollte an senkrechten Startgerüsten schnell zum Einsatz kommen.

Dabei sollte das Flugzeug auf einen Leitstrahl in Sichtweite der Bombergrußßen geleitet – und im letzten Moment von Pilot manuell gesteuert werden.

Ein weiteres Kriterium was, dass die Maschine mit vorgefertigten Normwerkzeugen dezentral in kleinen Betrieben gefertigt werden konnte.

„Bachem Natter“ in einer kleinen Fertigungswerkstatt.

Erbeutete „Batter in den USA.

 

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